PROF. DR. GUNTER GEBAUER

Sportsoziologe und Philosoph

Themen:

  • Sport und ethische Werte – passt das (noch) zusammen?

  • Faszination Fußball: Eine Tragödie in 90 Minuten

  • Sind Sportler die besseren Menschen?

 

Weitere Themen nach Vereinbarung bzw. auf Anfrage.

Prof. Dr. Gunter Gebauer gilt als Deutschlands wichtigster und beliebtester Sportsoziologe. Nur wenige haben den Sport und vor allem den Fußball von so unterschiedlichen Seiten betrachtet, wie Gebauer. Dabei liefert er mit seinem philosophischen Blickwinkel immer wieder faszinierende und außergewöhnliche Erkenntnisse über die Welt des Sports.

Gebauer – geboren 1944 - studierte nach seinem Abitur an den Universitäten in Kiel, Mainz und Berlin Philosophie, Literaturwissenschaft, Linguistik und Sportwissenschaft, ehe er 1969 an der TU Berlin in Philosophie promovierte. 1975 habilitierte er in selbigem Fach an der TU Karlsruhe, drei Jahre später wurde er an den Lehrstuhl der Freien Universität Berlin für Philosophie und Soziologie des Sports berufen. Von 1991 – 1993 war er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Sportphilosophie, kurz darauf erfolgte die Ernennung zum Professor für Philosophie am Institut für Philosophie an der FU Berlin. Auch international ist Gebauer bekannt, wie diverse Lehrtätigkeiten und Gastprofessuren im Ausland belegen. 2013 – 2018 war er zudem Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des deutsch-französischen Forschungsinstituts Centre Marc-Bloch in Berlin und seit 2015 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Collège International de Philosophie in Paris.

Prof. Dr. Gebauer schafft es, Leser und Zuhörer mit seiner Leidenschaft für den Sport anzustecken. Seine wunderbar poetischen Vergleiche zwischen einer klassischen griechischen Tragödie und einem 90-minütigen Fußballspiel begeistern nicht nur Fußballfans. Zudem ist er Autor zahlreicher Werke, die so kunstvolle Titel wie „Das Leben in 90 Minuten – Eine Philosophie des Fußballs“ oder „Die Poetik des Fußballs“ tragen. Als gefragter Experte hört und liest man seine stichhaltigen Analysen zu aktuellen Entwicklungen und Ereignissen im Sport beispielsweise bei Deutschlandfunk oder im Handelsblatt. In solchen Debatten scheut Gebauer auch nicht davor, den Fußball für seinen Sittenverfall zu kritisieren.

Dieser philosophische Blickwinkel des mittlerweile emeritierten Professors für Philosophie und Sportsoziologie auf die „wichtigste Nebensache der Welt“ ist ein echter Gewinn für jede Veranstaltung. In seinen Reden beschäftigt sich Gebauer damit, welche Rolle ethischen Werten im Sport zukommt, wirft einen kritischen Blick auf die Heroisierung von Spitzensportlern und befasst sich mit der Frage, warum „König Fußball“ in Deutschland einen so enorm hohen Stellenwert genießt.