PROF. DR. CHRISTIAN PFEIFFER

Kriminologe und ehem. Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens

Themen:

  • Steigende Gewalt in Deutschland? Gefühlte Kriminalitätstemperatur und Realität

  • Cyberkriminalität und Cybermobbing -- eine Last für Unternehmen und Jugendliche  

  • Wie retten wir unsere Söhne? Die Leistungskrise der Jungen und jungen Männer

  • Mehr Liebe -- weniger Hiebe. Die Folgen des Wandels der elterlichen Erziehungskultur

 

Weitere Themen nach Vereinbarung bzw. auf Anfrage.

Prof. Dr. Christian Pfeiffer, geb. 1944, gilt als der bekannteste Kriminologe Deutschlands. Die Entwicklung der Gewaltkriminalität und insbesondere der Bereich der Jugendkriminalität sind Themen, in denen er den öffentlichen Diskurs entscheidend prägt.  Nach dem Abitur und Abschluss des Wehrdienstes als Reserveoffizier studiert Christian Pfeiffer mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes an der Universität München Rechtswissenschaften und an der London School of Economics and Political Science Kriminologie und Sozialpsychologie. Der Jurist promoviert 1983 zu dem Thema „Kriminalprävention im Jugendgerichtsverfahren“. 1984 erhält er ein Heisenberg- Stipendium. Von 1985 bis 2015 leitet er das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN), das sich in dieser Zeit zur größten, kriminologischen Forschungseinrichtung Deutschlands entwickelt. Im Jahr 1987 beruft ihn die Universität Hannover auf eine Professur für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht. 2015 lehrt er im Rahmen einer Gastprofessur am John Jay College, New York. Von 1985 bis 1997 ist er Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen.  2000 bis 2003 engagiert er sich als Justizminister Niedersachsens für den Opferschutz und die Mediation.

 

Mit seinen Vorträgen demonstriert der erfahrene und vielseitige Wissenschaftler auf überzeugende Weise, dass Kriminalität als Fieberkurve der Gesellschaft zu interpretieren ist. Er referiert über Täter und Opfer, über Strafverfolgung und Prävention, über Polizei und Strafvollzug sowie über Cyberangriffe oder Ausländerkriminalität. Gestützt auf seine breite Jugendforschung spricht er aber auch über den Wandel der elterlichen Erziehungskultur, Gewalt an Schulen, den Rechtsextremismus junger Menschen und den Zusammenhang intensiven Medienkonsums mit schulischen Misserfolgen. Dabei überzeugt er durch seine fachliche Kompetenz, seine exzellente Rhetorik und seine Fähigkeit komplexe Sachverhalte auch in Funk und Fernsehen verständlich zu erläutern.  

1997 gründet er die Bürgerstiftung Hannover und hält seitdem über ihr Konzept bundesweit Vorträge. Sie wird auch dadurch zum Vorbild für mehr als 400 entsprechende Stiftungen, die sich für Projekte in den Bereichen Jugend, Kultur, Soziales und Umwelt engagieren.