PROF. DR. ANDREAS RÖDDER
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(c) Guido Werner

Universitätsprofessor an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Distinguished Visiting Professor an der Johns Hopkins University in Washington D.C.

Themen:

  • Verwerfungen der Gegenwart. Die Krisen des 21. Jahrhunderts in historischer Perspektive

  • Europa und seine Union: Hat das Zukunft?

  • Deutschlands Rolle in Europa. Schlussfolgerungen aus der „deutschen Frage“

  • Die neuen Kulturkämpfe: Warum kommt der Westen so gespalten daher?

  • Konservativ in der modernen Gesellschaft – passt das?

  • Zukunft von gestern: Wie wir früher versucht haben, die Offenheit der Zukunft zu beherrschen

 

Weitere Themen nach Vereinbarung bzw. auf Anfrage.

Andreas Rödder, geboren 1967 in Wissen (Sieg), studierte Geschichte und Germanistik in Bonn und Tübingen. Er wurde 1995 in Bonn promoviert und habilitierte sich 2001 an der Universität Stuttgart. Seit dem Sommersemester 2005 ist Andreas Rödder ordentlicher Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 2001/02 und 2017/18 war er Stipendiat am Historischen Kolleg in München, 2004 Gastprofessor an der Brandeis University, Boston (Massachusetts) und 2012/13 Gerda-Henkel-Gastprofessor an der London School of Economics. 2020-22 ist er Gastprofessor am Henry Kissinger Center for Globals Affairs an der renommierten Johns Hopkins University in Washington D.C.

Seine aktuellen Forschungen befassen sich mit der deutschen Wiedervereinigung, über die er 2009 seine vielbeachtete Gesamtdarstellung unter dem Titel „Deutschland einig Vaterland“ vorgelegt hat. Zudem beschäftigt er sich mit Wertewandelsprozessen im 20. Jahrhundert sowie mit der jüngsten Zeitgeschichte seit 1989. Über sein 2015 publiziertes Buch „21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ schrieb Hans-Peter Schwarz in der FAZ: „Seit Ralf Dahrendorf und Erwin Scheuch ist in der Bundesrepublik niemand mehr aufgetreten, der die gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen und moralischen Probleme unserer Gegenwart mit so viel Sinn für Empirie, Theorie und geschichtlichem Differenzierungsvermögen zu erörtern versteht“. 2018 erschien "Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems". Das Buch verbindet die Geschichte der deutschen Stärke in Europa mit der Geschichte der Außenwahrnehmungen von Deutschland und der deutschen Selbstbilder seit dem 19. Jahrhundert: Was die Deutschen für ihr gutes Recht oder für ihre nationale Pflicht halten, erscheint den Anderen als deutsches Streben nach Vorherrschaft.

Gegenwärtig arbeitet Andreas Rödder an einer globalen Verflechtungsgeschichte Europas in der Moderne. Er strebt eine historische Bestandsaufnahme zu der Frage an, wie Europa die Welt verändert hat und wie die Begegnungen mit der Welt Europa verändert haben.

Andreas Rödder ist u.a. Mitherausgeber der Historischen Zeitschrift, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der European Council Studies und des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik in Bonn/ Leipzig, Mitglied des Vorstands der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident der Stresemann-Gesellschaft. 2019/20 war er Mitglied der „Chatham House Commission on Democracy and Technology.“

Zudem schaltet sich der Historiker auch immer wieder in aktuelle politische Debatten ein.  Er gilt als intellektueller Vordenker und aufgeklärter Konservativer, scheut sich auch nicht davor, seine Partei, die CDU, davor zu warnen, vor Reformen und klarem Kurs zurückzuschrecken – es gelte vielmehr im gesamtstaatlichen Interesse, einen Zerfall der bürgerlichen Mitte zu vermeiden.