DR. THEO WAIGEL

Ehem. Bundesminister für Finanzen und „Vater“ des EURO

Themen:

  • Deutschland im 21. Jahrhundert – ein europäisches Land im Wandel

  • Deutschland vor neuen Aufgaben – Die Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik

  • Globalisierung – Chancen und Grenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland

  • Internationalisierung von Wirtschaft und Politik – Weg zum Erfolg oder Schritt ins Verderben?

  • Krise, Crash und Chaos – Was kommt auf die Finanzmärkte zu?

  • Nachhaltige Finanzpolitik in Zeiten volatiler Märkte: Vor welchen Herausforderungen stehen Politik und Wirtschaft und wie sind sie zu meistern?

  • Raus aus dem Euro = Raus oder Rein ins Chaos?

  • Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart – Der Vater des Euro über den Euro

  • Unsere Zukunft heißt Europa – Warum die Europäische Union sich nicht selbst abschaffen darf

  • Wirtschaftspolitische Standortbestimmung – Bilanz und Perspektive für Deutschland und Europa

 

Weitere Themen nach Vereinbarung bzw. auf Anfrage.

Er war in der Bundes- und Europapolitik ebenso zu Hause wie in der Landespolitik, und nur wenige Ressortchefs haben die deutsche und europäische Finanzpolitik so nachhaltig geprägt wie er: Dr. Theo Waigel war lange Jahre Bundesfinanzminister unter Helmut Kohl und Vorsitzender der CSU. 1939 im damaligen bayerischen Landkreis Krumbach geboren, studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in München und Würzburg. 1963 schloss er mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen ab. 1967 folgten das zweite Examen sowie seine Promotion. Bereits 1961 engagierte sich Waigel als Kreisvorsitzender der Jungen Union Krumbach, von 1966 bis 1972 war er Mitglied des dortigen Kreistages. Nach einer Tätigkeit als Gerichtsassessor bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht München I wechselte er 1969 als Persönlicher Referent des Staatssekretärs in das Bayerische Staatsministerium der Finanzen. Von 1970 bis 1972 nahm er dieselbe Position im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr ein. 1972 wurde Waigel erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er bis 2002 angehörte. Von 1982 bis 1989 übernahm er den Vorsitz der CSU-Landesgruppe und war zeitgleich 1. stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion. Von 1989 bis 1998 bekleidete Waigel das Amt des Bundesministers der Finanzen. Seine Unterschrift unter den Vertrag von Maastricht 1992 brachte ihm den Titel „Vater" des EURO ein.

 

Nach seinem Abschied aus der aktiven Politik ist Waigel seit 1999 wieder als Rechtsanwalt für eine Kanzlei in München tätig. In zahlreichen Publikationen widmet er sich seitdem den Bereichen Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsethik. Zudem übernahm Waigel von 2009 bis 2013 die Funktion als Compliance Monitor bei Siemens, um dort die Aufarbeitung eines Korruptionsskandals zu überwachen. 2009 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der CSU gewählt. Außerdem ist er Ehrendoktor der University of South Carolina.

 

Als deutscher Finanzminister spielte Theo Waigel eine Schlüsselrolle bei der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Er blickt auf eine langjährige und erfolgreiche politische Karriere zurück und gilt bis heute in der deutschen und europäischen Politik als bestens vernetzt. Regelmäßig meldet er sich als Mahner und Kritiker zu Wort, wenn er die Stabilitätskriterien des Maastricht-Vertrages oder den EURO in Gefahr sieht. Der Name Waigel steht für Prinzipientreue und klare Worte. In seine Vorträge lässt er sein Wissen sowie seine Erfahrungen und Anekdoten einfließen. Mit Humor und einer guten Portion Ironie, für die ihn manche auch fürchteten, spricht Waigel über die Europa- und Wirtschaftspolitik und über außen- und sicherheitspolitische Themen. Aber auch in Bezug auf Steuerpolitik, Staatsfinanzen und die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas ist er ein gefragter Redner.