PROF. DR. ARMIN GRUNWALD

Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag & Professor für Technikphilosophie und Technikethik

Themen:

  • Fahren oder gefahren werden? Zur Ethik des autonomen Fahrens

  • Herausforderung Fortschritt: Warum ist die Energiewende so schwer?

  • Die total vernetzte Welt – endet die Zeit des Individuums?

  • Digitale Konkurrenz - brauchen wir überhaupt noch Menschen, wenn die Technik immer besser wird?

  • Roboter – noch Technik oder zusehends schon Mensch?

 

Weitere Themen nach Vereinbarung bzw. auf Anfrage.

Der Physiker und Philosoph Prof. Dr. Armin Grunwald gehört zu den bekanntesten Technikfolgenabschätzern Deutschlands und beschäftigt sich als solcher intensiv mit den Chancen und Herausforderungen, die vor allem technische und wissenschaftliche Innovationen für unseren Alltag und unsere Zukunft bedeuten.

Im Anschluss an ein Studium der Physik promovierte Grunwald 1987 zum Dr. rer. Nat. an der Universität zu Köln. Parallel dazu studierte er Mathematik und Philosophie und wurde 1998 an der Universität Marburg in Philosophie mit Erhalt der Lehrbefugnis habilitiert. Im Anschluss an seine Promotion arbeitete Grunwald unter anderem für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, den Wissenschaftsrat und die Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen. Seit Oktober 1999 ist er Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe, der weltweit größten Einrichtung für Technikfolgenabschätzung. Seit 2002 leitet er außerdem das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). Und auch der Lehre ist Grunwald treu geblieben: 2007 übernahm er den Lehrstuhl für Technikphilosophie und Technikethik an der Universität Karlsruhe.

Als Sprecher verschiedener Institutionen, wie unter anderem im Rahmen des Schwerpunkts „Mensch und Technik “ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), engagiert sich Grunwald für die Diskussion und Auseinandersetzung rund um das Potential von Technologie und Innovationen sowie seine Auswirkungen auf die Gesellschaft und unsere Zukunft. Seine Position und Einschätzung der aktuellen Entwicklungen finden sich zudem in zahlreichen Publikationen.

Grunwald versteht die Zukunft als einen vielfach gestaltungsoffenen Raum, dessen Gestaltungsmöglichkeiten wir nicht zugunsten von Prognosen über zukünftige Entwicklungen aufgeben sollten. Entsprechend diesem Verständnis untersucht er in seinen Vorträgen die unterschiedlichen Aspekte technischer und wissenschaftlicher Innovationen und reflektiert über ihre Chancen und Risiken. Ethische und moralische Fragen, Gefahren für das Individuum und die Gesellschaft, oder die Anforderungen an ein Gelingen der Technisierung sind nur ein Teil seiner umfangreichen und fundierten Analysen. Dabei geht es Grunwald nicht darum, finale Antworten zu liefern, sondern vielmehr zum Nachdenken anzuregen und die offene Auseinandersetzung mit neuen Themen zu fördern.